Heilpraktikerschule – sinnvoll oder Geldverschwendung?

Heilpraktikerschule - sinnvoll oder Geldverschwendung?
Heilpraktikerschule - sinnvoll oder Geldverschwendung?

Heilpraktikerschule – sinnvoll oder Geldverschwendung?

Allein im Jahr 2015 gab es rund 60.000 Beschäftigte in Heilpraktiker Praxen allein in Deutschland. Die Tendenz steigt, denn immer mehr Patienten setzten gerade bei chronischen Beschwerden auf die Fähigkeiten eines Heilpraktikers. Auch immer mehr Eltern wechseln zu den heilkundlichen Verfahren, um gängige

Kinderkrankheiten behandeln zu lassen als umgehend die Schulmedizin zu Rate zu ziehen. Darum ist es allemal eine Überlegung wert, seinen bisherigen Job an den Nagel zu hängen und stattdessen seiner eigentlichen Berufung nachzugehen – der des alternativen Heilens. Entsprechende Schulen und Lektüren, die auf die amtsärztliche Prüfung vorbereiten, ohne die man als Heilpraktiker keine Zulassung bekommt, sind zahlreich vorhanden. Da es keine Pflicht ist, sich das Wissen an einer entsprechenden Schule anzueignen, steht man häufig vor der Frage, ob man sich für einen Kurs entscheiden oder lieber auf eigene Faust lernen soll. Um die Entscheidung zu erleichtern, hier eine wertvolle Gegenüberstellungen für und gegen den Besuch einer Heilpraktikerschule.

 

Die Vorteile einer Heilpraktikerschule

Man hat feste Ansprechpartner

Im Unterricht lernt man alles für die amtsärztliche Prüfung vom Aufbau der Zelle bis hin zu sämtlichen Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten. Gerade wer sich auf diesen Gebieten sehr unsicher bewegt und es sich nicht zutraut, sich das Wissen von selbst anzueignen, ist mit dem Besuch einer Heilpraktikerschule gut beraten. Dort wird regelmäßig in kleinen Gruppen gelernt und man kann sowohl den Lehrer als auch die Mitschüler fragen, wenn etwas noch unklar ist. Zudem hilft ein anschaulicher Unterricht, das Gelernte besser zu behalten. Praktische Untersuchungsmethoden werden gezeigt und bei Bedarf erhält man umgehend Verbesserungsvorschläge.

Die Kurszeiten sind flexibel

Nicht jeder hat den ganzen Tag Zeit, sich seiner Heilpraktiker Ausbildung zu widmen. Oft stehen die angehenden Heilpraktiker noch in einem Berufsverhältnis oder kümmern sich um die Erziehung ihrer Kinder oder pflegen jemanden. Aus diesem Grund bieten viele Schulen diverse Lernzeitmodelle an, die entweder regelmäßig jeden Tag für ein paar Stunden stattfinden und das ca. zwei Jahre lang, als Intensivkurs über etwa 9 Monate oder online mit der Möglichkeit, regelmäßig Rücksprache mit dem Kursleiter zu halten.

Organisiertes Lernen

Gerade Personen, die Strukturvorgaben brauchen, um tätig zu werden, sind mit einer Heilpraktiker Schule gut beraten. Somit fällt die Selbstorganisation weg, welches Thema wann behandelt werden sollte. Man lernt strikt nach Stundenplan und muss sich sein Material nicht erst aus diversen Lektüren oder Videos zusammensuchen. Zudem sind die Lernzeiten fest vorgegeben, für viele ist das eine zusätzliche Erleichterung, denn einen festen Termin schiebt man nicht so leicht auf wie freies lernen wann und wo man will.

Geringe Durchfallquote

Durch das effiziente Lernen mit Hilfe der qualifizierten Anleitung des Kursleiters ist man perfekt auf die amtsärztliche Prüfung vorbereitet. Somit entstehen Fehler bei der Prüfung deutlich seltener. Man kennt den Stoff, der abgefragt wird und kann bei Unsicherheiten zuvor noch einmal den Lehrer um Hilfe bitten. Auf diese Weise geht man mit einem sicheren Gefühl in die Prüfung.

 

Fortbildungen in der Heilpraktikerschule

Neben dem Stammkurs für angehende Heilpraktiker bieten viele Schulen entsprechende Fortbildungen und Seminare an. Diese lohnen sich, um sich neues Wissen anzueignen oder um sich auch sicher in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Tierheilpraktik zu bewegen. Daneben verfügen vor allem die großen Heilpraktischerschulen über Magazine mit Wissenswertem, die die Schüler regelmäßig zugesandt bekommen können, um stets auf dem neuesten Stand zu sein.

 

Zertifikate machen Eindruck

Die meisten Patienten, die einen Heilpraktiker aufsuchen, erkundigen sich nach seiner Qualifikation. Zwar spielt es bei der amtsärztlichen Prüfung selbst keine Rolle, ob der Anwärter von einer Schule kommt oder sich all das Wissen in Eigenregie angeeignet hat, doch der Patient fühlt sich sicherer, wenn er weiß, dass sein Heilpraktiker von einer renommierten Schule kommt und über entsprechende Nachweise verfügt. Solche Zertifikate und Weiterbildungsnachweise erwecken das Vertrauen in den Heilpraktiker und stehen für Seriosität.

 

Die Nachteile einer Heilpraktikerschule

Seriöse Schule finden

Nicht jede Heilpraktikerschule vermittelt auch tatsächlich das Wissen, das benötigt wird, um für die amtsärztliche Prüfung gewappnet zu sein. Wie in jeder Branche gibt es auch hier schwarze Schafe, denen es vor allem auf die Zahlungen teurer Kursgebühren als auch gut vorbereitete Schüler ankommt. Hier helfen Rücksprachen mit bereits praktizierenden Heilpraktikern, Referenzen der jeweiligen Schule und natürlich auch Bewertungen und Erfahrungsberichte im Internet weiter.

Hohe Kosten

Selbstverständlich möchte auch ein Kursleiter an seiner Arbeit als Dozent verdienen. Allerdings sind die Gebühren für die Heilpraktikerschule mit Kosten im vierstelligen Bereich nicht gerade gering. Zwar muss der Betrag nicht unbedingt auf einen Schlag beglichen werden, dennoch reißen diese Ausgaben für den Zeitraum des Kurses ein großes Loch in die eigene Haushaltskasse, denn die Ausbildung zum Heilpraktiker wird nicht vergütet.

Lernen in Eigenregie

Wer gut organisiert ist und sich selbst zum regelmäßigen Lernen motivieren kann, muss nicht unbedingt eine Heilpraktikerschule in Anspruch nehmen, um sich auf die Prüfung und die spätere Berufsausübung vorzubereiten. Sämtliches Wissen gibt es in zahlreichen Fachliteraturen als Sammel- oder Einzelbände zu kaufen. Auch die Prüfungsfragen der letzten Jahre gibt es auf verschiedenen Seiten im Internet als kostenlosen Download und bei Fragen können Mitglieder entsprechender Communities zu Rate gezogen werden. Darüber hinaus gibt es Bücher zur optimalen Prüfungsvorbereitung, entsprechende Lernkarten, Lektüren mit zahlreichen Fallbeispielen zum Lernen sowie allen Untersuchungsmethoden in einem Werk zusammengefasst. In der Summe kommt man mit dem Erwerb entsprecher Lektüre günstiger weg als mit einem Kurs. Wer dann noch über Kontakte zu ausgebildeten Ärzten oder praktizierenden Heilpraktikern verfügt, die bei Bedarf zu Rate gezogen werden können, braucht man nicht unbedingt eine Heilpraktikerschule.

Anfahrt zur Schule

Nicht jede Heilpraktikerschule befindet sich gleich um die Ecke, die meisten sind vor allem in größeren Städten angesiedelt, was für den Schüler bedeutet, dass er pendeln muss, sofern er keinen Onlinekurs gewählt hat. Auch diese zusätzlichen Kosten läppern sich und werden nicht vergütet. Diesen Punkt gilt es zusätzlich zu beachten, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich an einer solchen Schule anzumelden.

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